Stress in der Familie

Man will „ihn“ nicht, man braucht „ihn“ nicht, allerdings ist Stress im Alltag für viele schon „total normal“.

Die sogenannten „Kleinigkeiten“ bringen viel zu oft, das Familienleben aus dem Gleichgewicht und arten in Stress aus. Leider entwickeln sich daraus auch viel zu oft emotionale Diskussionen.

Was ist bei Dir so ein Stressauslöser?

Wir ermitteln mal:

  • der Klodeckel steht ständig offen
  • die Zahnpasta liegt offen auf dem Waschbeckenrand
  • das Waschbecken ist dezent mit Zahnpasta-Resten gespickt
  • der Vorrat an Klopapier befindet sich im Keller oder im Schrank, jedoch ist der Halter leer
  • die leere Klopapierrolle findet den Weg eher zum Wannenrand oder auf den Waschbeckenrand, anstatt in den Mülleimer
  • dreckige Wäsche liegt viel zu oft auf dem Boden, in der Badewanne, auf dem Sofa oder neben der Wäschetonne, anstatt in der Tonne
  • im Kinderzimmer sieht es aus wie auf einer Müllhalde
  • die Schultaschen der Kinder werden nach der Schule einfach in der Diele auf den Boden geschmissen und liegen im Weg
  • das dreckige Geschirr wird überall platziert und findet den Weg nicht in die Spülmaschine
  • ekelig stinkende Essensreste kleben schon fast dekorativ im Sieb der Spüle
  • das Wort „Hausaufgaben“ löst bei den Kindern schlechte Laune aus

Na, wie viele Punkte passen auf Dich oder in Deine Familie?

Boah ich sag Dir, ich habe manchmal die Hölle in meiner Familie durchgemacht mit so einem Mist.

Ständig flog die dreckige Wäsche irgendwo rum. Am schlimmsten war es, wenn mein Mann von der Arbeit kam, die Arbeitsschuhe auszog und sich mit den stinkenden Socken auf die Couch legte und mir die Füße dabei fast ins Gesicht streckte.

Hallelujah, kann ich da nur sagen. Das kannst Du Dir nicht ausdenken so etwas. Die Geschmacks- und Geruchsknospen haben Samba getanzt und waren danach völlig überreizt.

Dann kam der Oberknaller!

Anstatt die dreckigen Socken in die Wäschetonne zu schmeißen, landeten diese „wohlriechenden Fußbedeckungen“ unter dem Wohnzimmertisch und schlimmsten Falls rutschten diese unter die Couch.

Na BRAVO!!! 

Wer hat sich dann damit auseinandersetzen dürfen?

Natürlich ICH!

All mein Bitten und Flehen, diese „aromatischen Wollknäuel“ doch sofort an Ort und Stelle zu befördern, blieb auf dem Weg zum Gehörgang meines Mannes wohl im Gestank der Socken stecken.

Die Folge: Eine heiße Diskussion, ein lautes Streitgespräch und anschließend stundenlanges Totschweigen.

Super!!!

Dann liegt man irgendwann später nebeneinander im Bett, grunzt nur ein „Nacht“ sich gegenseitig zu und jeder dreht dem anderen den Rücken zu…

Was für ein Scheißgefühl!

Wütend, stinkig und schlecht gelaunt einschlafen. Grrr… das brauch ich nicht!

Am nächsten Morgen steht jeder auf und tut so, als wenn nichts gewesen wäre. Keiner spricht darüber, keiner erwähnt auch nur im Ansatz die Diskussion vom gestrigen Abend. Schließlich will man ja nicht mit dem Scheißgefühl vom Vorabend in den Tag starten.

Ich berichtete meiner Freundin davon, na logo, man muss sich ja mal mit jemanden darüber unterhalten können. Die kannte das in ähnlicher Form, bei ihr wurde die dreckige Wäsche immer in die Wanne geschmissen.

So kamen wir erst einmal zu dem Schluss – DAS IST TOTAL NORMAL!

Empfindest Du das auch schon als „total normal“?

Im Gespräch mit meiner Freundin kam dann tatsächlich heraus, dass es soooo viele andere Gemeinsamkeiten und Ähnlichkeiten bei uns gibt, die unseren Partner und die Kinder betrafen.

Erster Moment: Schockzustand!

Wir konnten beide nicht glauben, dass unsere Männer und Kinder in verschiedenen Sachen doch so völlig gleich tickten.

Doch auch bei meiner Freundin und mir gab es Parallelen in unserem Verhalten.

WAHNSINN!!!

Ich hasste die Unordnung, die mein Mann und meine Tochter ständig hinterließen – meine Freundin auch.

Mein Mann hatte die Angewohnheit, alles auf dem Wohnzimmertisch zu platzieren und dort liegen zu lassen. Schlüssel, Geldbörse, Kugelschreiber, Taschentücher (keine gebrauchten natürlich) und noch andere Kleinigkeiten, die er immer so in der Tasche hatte, flogen ständig auf dem Tisch rum.

Bei meiner Freundin war es der Esstisch, der von ihrem Mann in Beschlag genommen wurde.

Hey, so etwas kannst Du Dir nicht ausdenken!

Wir hatten geklonte Männer, oh mein Gott!

Wie ist das möglich, dass unsere Männer so viele Ähnlichkeiten haben, obwohl sie nicht miteinander verwandt sind?

Meine Freundin und ich haben das echt komplett auseinandergenommen, was bei uns so identisch im Familien – Alltag abläuft.

Es gab da so einige Punkte:

  • die dreckige Wäsche
  • der Klodeckel, der immer oben stand
  • die Utensilien aus den Taschen, die auf dem Tisch verteilt wurden
  • das dreckige Geschirr, dass den Weg nicht IN sondern AUF die Spülmaschine fand
  • klebrige Ränder von Tassen oder Gläsern auf dem Tisch oder der Arbeitsplatte
  • im Badezimmer die Zahnpasta-Flecken, nach dem morgendlichen Zähne putzen

Nur um mal ein paar Ähnlichkeiten zu veranschaulichen.

Hey, das soll jetzt nicht heißen, dass nur unsere Männer Ähnlichkeiten hatten.

Mit Entsetzen haben wir festgestellt, dass wir beide auch so unsere Ähnlichkeiten hatten.

Es war der Knaller!

Wow, wir waren also auch Klone, haha.

Unsere Gemeinsamkeiten damals waren:

  • Make Up Reste im Handtuch
  • Zahnpasta-Tube offen lassen
  • Kaffeetasse mit Wasser gefüllt auf der Spüle stehen lassen (man kann die Tasse ja schließlich noch einmal benutzen)
  • Putzlappen über den Wannenrand zum Trocknen legen
  • Beim Einkauf etwas vergessen, was der Mann ja sooo dringend benötigt
  • Stundenlange Telefonate über Alles und Jeden

Darüber haben sich unsere Männer ständig aufgeregt.

Uns nervten diese ständigen Diskussionen und Streitereien. Unsere Männer nervte das ebenfalls.

Diesen ganzen STRESS braucht doch niemand auf die Dauer.

Zumal es jedes Mal darauf hinauslief, dass man sich gegenseitig nur Vorwürfe machte und den Partner damit zutiefst verletzt hatte. Wut und Traurigkeit spiegelten sich deshalb ständig in der Kommunikation wieder.

Dann kommen noch die ständigen Diskussionen mit den Kindern oben drauf.

  • Hausaufgaben werden nicht gemacht
  • Süßigkeiten werden dem Mittagessen vorgezogen
  • Dreckige Hände am sauberen Handtuch abputzen
  • Die Rotznase ständig hochziehen, anstatt die Nase zu putzen
  • Die Schulsachen und das Spielzeug im Kinderzimmer überall verteilt liegen lassen

Ist das nicht wunderbar? – Ironie on!

Das nenne ich ein „TOTAL NORMALES FAMILIENLEBEN“!

GEHT’S NOCH?!

Dieser Stress ist völlig unnötig und bringt Dir schlechte Gefühle. Die Familien-Harmonie wird Stück für Stück dadurch zerstört. Es werden traurige und negative Erinnerungen im Hirn gespeichert und den wirklich wertvollen Momenten wird kaum noch Beachtung geschenkt.

Brauchst Du das wirklich?

-> Einkaufen mit Stressfaktor Kind

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