Selbstgespräche – bin ich verrückt? Teil 1

Selbstgespräche – bin ich verrückt?

Sind Selbstgespräche schädlich für mich?

Teil 1

Auch wenn die meisten es nicht wahr haben wollen, führen jedoch 90% aller Menschen Selbstgespräche.

Doch warum tun sie das?

Selbstgespräche dienen uns Tag für Tag zur Orientierung oder Organisation. Wie das funktioniert?

Hier ein Beispiel:

Du stehst morgens auf – hast verschlafen – rennst wie irre durch die Wohnung.

Redest Du dann mit Dir? Stellst Du Dir möglicherweise selber Fragen?

“Hoffentlich schaff ich es noch pünktlich zur Arbeit zu kommen.” “Wo ist meine Tasche?” “Hab ich alles eingesteckt?” “Schlüssel, Zigaretten, Mist – wo ist mein Handy?” “Wenn ich zu spät komme, dann sage ich einfach, ich habe im Stau gestanden!” … oder, oder, oder…

Es gibt viele Situationen, in denen wir mit uns selbst reden. Ich gestehe, ich mache das sehr häufig und auch in den unterschiedlichsten Situationen. Wann redest Du mit Dir selbst?

  • beim Auto fahren – Hoffentlich fährt der Blödmann hinter mir nicht in mein schönes Auto! – Ständig ist die Ampel hier rot. – Oh man, gleich muss ich mir wieder einen Parkplatz suchen.
  • beim einkaufen – Och, Möhren sind im Angebot, da kann ich doch mal wieder Möhreneintopf kochen. – Der Salat sieht schon so mitgenommen aus, den kauf ich lieber nicht.
  • beim Klamotten shoppen – Oh man, das Teil muss ich ja 3 Nummern größer kaufen, so fett bin ich doch gar nicht. – Das Teil ist so toll geschnitten, doch die Farbe ist nix für mich.
  • im Eiscafé – Boah, der hat es nötig so einen riesen Eisbecher zu verdrücken. – Eine halbe Stunde hab ich noch Zeit, dann mach ich mich auf den Weg.
  • zu Besuch bei einer Bekannten – Man oh man, hier glänzt wieder alles, womit putzen die wohl? – Die wusste doch das ich komme, da hätte sie ruhig mal ein bisschen aufräumen können.

Du siehst, es gibt immer Situationen, wo wir “Selbstgespräche” führen. Doch deswegen bist Du nicht gleich verrückt oder brauchst gleich einen Psychiater, und schädlich sind sie auch nicht.

Im Gegenteil – diese “Selbstgespräche” beeinflussen unser Wohlbefinden und unsere Zufriedenheit. Sie fördern sogar die Intelligenz und auch die Kreativität. Während wir ein “Selbstgespräch” führen, haben visuelle Menschen gleich noch Kopfkino dabei. Wir stellen uns dann Dinge als Bilder vor, wie sie sein könnten. Beispiel: Auto fahren – Gleich muss ich mir wieder einen Parkplatz suchen. – Schon ist das Bild von der Straße voll mit geparkten Autos im Kopf. Richtig?

Kinder führen dauernd “Selbstgespräche” – manchmal laut und manchmal nur im Kopf. Sie können so die Ereignisse – die Erlebnisse – viel besser verarbeiten und auch sortieren. Sie schämen sich nicht dafür, weil sie noch total unvoreingenommen sind und keine negative Einstellung dazu haben.

Es gibt Menschen, die führen regelrechte Unterhaltungen mit ihren Pflanzen oder Tieren. Ja und, was ist schlimm daran???

“Selbstgespräche” sind einfach nur Gedanken, die man nicht laut ausspricht. MEHR NICHT!!!

Allerdings gibt es 2 Arten von “Selbstgesprächen”.

  • die positiven, motivierenden und wertschätzenden
  • die negativen, demotivierenden und abwertenden

Die positiven Selbstgespräche regen an, bringen uns sogar zum Lachen, geben uns ein gutes Gefühl. Wobei die negativen Selbstgespräche meistens Ängste schüren, zwanghaftes Verhalten fördern, ein sehr schlechtes Gefühl geben. Sie bringen uns sogar zum Weinen oder veranlassen uns zu Handlungen und Aussagen, die wir gar nicht so meinen, jedoch in DIESEM Moment absolut ernst gemeint sind, z. B. bei innerer Wut, depressiven Phasen oder Stress.

Willst Du lernen, wie Du Deine “Selbstgespräche” positiv führen kannst, auch wenn Du wütend, gestresst oder sogar depressiv bist?

Dann komm zum CHANGE-DAY! – Nur DU kannst es ändern!!!