Lösungswege

Erinnere Dich!

Im letzten Beitrag habe ich Dir von Frau A. erzählt, was sie mit ihren Kindern alles beim Einkauf erlebt hatte.

Nachdem wir uns dann intensiv mit ihrer Einkaufssituation auseinandergesetzt hatten, haben wir gemeinsam ein paar Lösungswege überlegt. Diese waren natürlich auf sie und ihre Kinder passgenau zugeschnitten.

Durch unser Gespräch und dem daraus entstandenen Plan, verlor Frau A. ihre Angst und Panik vor dem Einkaufen. Sie war sogar total gespannt, ob dieser Plan, den wir gemeinsam geschmiedet hatten auch funktionieren würde.

Ich erzähle Dir jetzt, wie ihr entscheidender Lösungsweg aussah!

Frau A. hatte auch tatsächlich beim nächsten Einkauf keine Angst und Panik mehr, oder fühlte sich gestresst, denn sie hatte ja jetzt einen Plan, wie sie vorgehen kann.

Sie freute sich schon darauf und konnte es kaum erwarten, es in real auszuprobieren.

Beim nächsten Eskalations-Einkauf probierte sie es dann aus.

YEAHHHHH!!!!

Ihr Sohn warf sich wieder kreischend und wütend auf den Boden, ihre Tochter guckte zu und was machte Frau A. jetzt?

Sie fing an, wie ihr Sohn es tat, kreischte und schluchzte, legte sich auf den Boden und stampfte mit den Füßen.

Sie machte es GENAU SO, wie es ihr Sohn tat.

Buuuummmm!!!!!!

Ihr Sohn hörte plötzlich schlagartig auf zu kreischen und zu stampfen und sprang sofort auf. Ihre Tochter machte große Augen und ihr Mund stand vor Erstaunen weit offen.

Beide Kinder standen plötzlich neben ihr und schauten sie nur noch an.

Ihre Tochter fragte sie dann: „Mama, was machst du da?“

Frau A. antwortete ganz entspannt und gelassen: „Ich mache es wie dein Bruder. Ich wollte einfach mal ausprobieren, wie es sich anfühlt, wenn man so ausrastet.“

Einige Leute, die dieses Schauspiel mitbekamen, schauten sie zum Teil total verwundert an, andere bestätigten ihr Vorgehen durch Nicken und Applaus.

Ihre Tochter sagte ganz vorwurfsvoll zu ihr: „Mama Du bist soooo peinlich!“

Von diesem Tage an, hat keiner ihrer Kinder mehr so ein Theater vollzogen.

Frau A. hatte es tatsächlich geschafft, mit nur einer Aktion ihre Kinder aus dem Trott zu bringen und sie zu verblüffen.

Nach diesem Einkauf haben sie die Situation noch einmal besprochen. Frau A. und die Kinder hatten am Ende eingesehen, dass ihre „Taten“ für die anderen einfach peinlich waren und sich jeder dabei nicht wohl gefühlt hat.

Hut ab Frau A. – Das war eine Glanzleistung.

Das ist natürlich kein Grundrezept, allerdings ist es einen Versuch wert.

Fazit:

Spiegel einfach die Art und Weise Deines Kindes bzw. Deiner Kinder und mache ihnen so bewusst, wie lächerlich, peinlich oder verletzlich so etwas sein kann.

Danach rede mit Ihnen noch einmal in aller Ruhe darüber.

Jetzt komme ich zu den Ungemütlichkeiten zwischen den Partnern.

Erinnere Dich an den ersten Blockbeitrag, wo ich mit meiner Freundin feststellte, was für „Unarten“ unsere Männer gemeinsam haben und welche wir beiden Frauen gemeinsam haben.

Da gab es nicht nur einen Lösungsansatz, sondern auf die einzelnen „Unarten“ passgenaue unterschiedliche Lösungswege, die auf meine Freundin und mich, sowie auf unsere jeweiligen Partner genau passten, wie „Deckel auf Pott“.

Fangen wir mal mit der dreckigen Wäsche an.

Vorschlag Lösungsweg:

  • Wäsche liegenlassen und nicht waschen
  • Nur was in der Tonne ist wird auch gewaschen
  • Jedes Mal den Partner darauf aufmerksam machen, damit es nicht in Vergessenheit gerät
  • Wäsche des Partners NICHT anrühren, am Ablageort liegen lassen (egal wie unordentlich es wirkt und aussieht)
  • Ankündigen: Solange die dreckige Wäsche nicht in der Tonne landet, solange wird sie auch nicht gewaschen
  • Durchhaltevermögen zeigen!

Diese Aktion kann einige Wochen an Zeit in Anspruch nehmen, da es ein Lernprozess ist. Das funktioniert meistens nicht auf Anhieb.

MERKE:

Was Du über viele Jahre Dir angeeignet hast an Gewohnheiten, ist nicht durch 1 Aktion abzulegen! Es braucht ein wenig Geduld und Zeit.

Einen Lösungsweg gebe ich Dir jetzt noch an die Hand!

Gegenstände, die vom Partner oder den Kindern überall abgelegt werden, auf den Tischen, im Kinderzimmer auf dem Boden.

Wie bringst Du Deine Lieben dazu, dies nicht mehr zu tun, wenn Dein Bitten und Flehen kein Gehör finden?

Vorschlag Lösungsweg:

  • Sammle die Sachen ein, ALLE!
  • Nimm einen großen blauen Müllsack und schmeiß sie dort hinein (das können die Sachen Deines Partners und Deiner Kinder zusammen sein, je größer das Durcheinander, desto wirkungsvoller für die Betroffenen)
  • Verschließe diesen Müllsack ordentlich mit Klebeband, Paketband, oder einer Kordel mit ganz vielen Knoten
  • Stelle diesen großen Müllsack so hin, dass die Betroffenen förmlich drüber fallen

Das kann zu einer einmaligen Eskalation führen, dass die Betroffenen erst einmal ausflippen und Dich beschimpfen.

Daher mein Tipp:

Stelle Dich innerlich im Vorfeld darauf ein! Du kennst Deine Familie am besten und weißt genau, wie sie reagieren.

Sehr vorteilhaft ist dabei, dass Du Dich so positionierst, damit Du ihre Gesichter und Gesten sehen kannst. Egal wie laut das Geschrei und das Getöse auch sein wird, keep cool! LÄCHLE Deine Lieben an!

Denk dabei daran, dass Du sie durch Deine Aktion gerade aus einem „Schlaf der Gewohnheit“ gerissen hast und sie nun das „kalte grausame Erwachen“ zu spüren kriegen.

Das ist für sie, wie eine kalte Dusche bei -15 Grad.

Nach dieser Eskalation suche das Gespräch mit Deinen Lieben.

Mache ihnen in liebevoller Art klar, dass Du einfach nicht bereit bist, ihnen ständig die Sachen hinterher zu räumen. Teile ihnen auch direkt mit, dass dies nur die Warnung für sie sein sollte. Beim nächsten Mal landet der Müllsack mit allen Sachen in der Mülltonne.

Hier gilt auch!

Was Du über viele Jahre Dir angeeignet hast an Gewohnheiten, ist nicht durch 1 Aktion abzulegen! Es braucht ein wenig Geduld und Zeit.

MERKE:

Mache NIEMALS eine Ansage bei deinen Liebsten, die Du dann im Endeffekt nicht durchziehen kannst oder willst!

Es braucht Geduld, Durchhaltevermögen, Zuversicht und eine nachhaltige Kommunikation.

Wenn Du also etwas ankündigst auf eine liebevolle Art und Weise, dann setze es auch in die Tat um.

Wie in dem Beispiel mit dem Müllsack, wirf ihn tatsächlich dann in den Müllcontainer.

Nein, ich bin nicht verrückt, haha.

Achte natürlich darauf, dass Du den Sack nicht wegwirfst, wenn die Müllabfuhr 1 Minute später den Container leert.

Es soll ja keine Strafe sein, sondern ein Lerneffekt für Deine Lieben.

Werfe den Müllsack daher bitte erst in den Container, kurz bevor Deine Lieben wieder Zuhause sind.

Gebe ihnen somit die Möglichkeit, den Sack auch wieder aus dem Container herauszuholen.

Diese Lösungswege sind Beispiele für Dich, wie Du ein gewohnheitsmäßiges Verhalten Deiner Lieben in die Veränderung bringen kannst, ohne ständig lange Reden mit Bitten und Betteln verbringen musst. Taten sprechen manchmal mehr als 1000 Worte.

Es braucht dann einfach zuerst die Aktion bevor die gewünschte Reaktion eintritt.

Doch vergesse dabei nicht, diese Aktion und Reaktion im Nachhinein noch mit allen Betroffenen zu besprechen.

Egal was Du tust und wie Du vorgehst, WICHTIG dabei ist, Deine Gefühle, Deine Wahrnehmung der Situation und auch die Deiner Lieben bitte immer noch einmal besprechen. Viel Erfolg bei der Umsetzung.

Lösungswege gibt es wie Sand am Meer, man muss nur das richtige Sandkorn für sich herauspicken.

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