Burnout – Was kann helfen?

Burnout – Was kann helfen?

Mögliche Lösungen!

Die meisten betroffenen Menschen sehen keinen Ausweg aus ihrer Situation, besonders dann, wenn sie kurz vor einem Burn-Out stehen. Sie sind wie gefangen in ihrer Denkweise und in ihrem Handeln. Der innerliche Stress-Faktor, dem sie sich immer und immer wieder aussetzen, ob beruflich oder privat, steigt immer mehr an, da sie sich selbst in den meisten Fällen unter Druck setzen.

Burn-Out entsteht schleichend. Der Stress wird größer, die Ansprüche an sich selbst werden zu hoch geschraubt und die Erwartungen an die eigene Familie oder an die Arbeitskollegen sind extrem hoch. Wenn die Ansprüche an einen selbst höher sind, als dass, was man wirklich leisten kann, ist man sehr schnell überfordert. Ebenso stresst es die betroffene Person, wenn die Erwartungen, die an die Familie, Freunde oder Arbeitskollegen so hoch ist und diese nicht erfüllt werden können. Da die Erwartungen nicht erfüllt werden vom Umfeld, wächst der Stress-Faktor extrem hoch, da der Betroffene selbst die Erwartung erfüllt oder wütend und sauer reagiert auf sein Umfeld.

Auslöser für einen Burnout sind also – Dauerstress – eigener Druck, die Anforderungen zu erfüllen – Selbstüberforderung – Selbstbelastung

Da es unterschiedliche Stufen des Burnout gibt, gibt es daher auch unterschiedliche Ansätze, einen kompletten Zusammenbruch zu verhindern.

Doch was kann helfen?

Als erstes solltest Du verstehen, dass Burn-Out sehr schleichend entsteht. Jahrelange “Misshandlungen” Deiner Seele, Deines Unterbewusstseins, Deines Selbstwertgefühls lassen sich natürlich nicht mit einem Fingerschnipp wegzaubern.

Es ist ebenfalls ein längerer Prozess nötig, um dem Burn-Out zu entrinnen.

Da Burnout in den meisten Fällen im Job entsteht und die Überforderung des Jobs in Form von Gereiztheit auf die Familie oder Freunde übertragen wird, liegt eine Lösung natürlich sehr nahe – die Kündigung, ein Jobwechsel.

Für viele kommt diese Option allerdings nicht in Frage. Warum ist das so? Warum hängst Du so sehr an dem Job?

Die Selbstsuggestionen lassen keine Veränderung zu:

– Woanders ist es auch nicht besser!

– Hier weiß ich, was ich habe!

– In meinem Alter krieg ich woanders keinen gescheiten Job!

– und, und, und

Also müssen zuerst diese Selbstsuggestionen vom Tisch!

Es kann helfen, die Selbstsuggestionen auseinander zu nehmen, indem Du Dich hinsetzt und sie Dir aufschreibst. Schreibe Dir unter die jeweilige Suggestion auf, wie Du darauf kommst, dass es so ist. Begründe Deine Suggestion und dann überlege, wodurch sie entstanden ist. Wie bist Du darauf gekommen? Was hat es verursacht, dass sich diese Suggestion so tief in Dir verwurzelt hat?

Beispiel:

“Woanders ist es auch nicht besser!”

Wie kommst Du darauf? – Seit wann hast Du diese Einstellung? – Was hat diese Überzeugung verursacht?

Stelle Dir dann selbst einmal ein paar Fragen. Hier einige Beispiele:

Wer sagt, dass ich nicht woanders entspannter arbeiten kann? – Welche Veränderungen im Job könnten mir Gefallen? – Was würde sich für mich positiv verändern, wenn ich einen anderen Job machen würde? – Wie würde sich das auf meine Familie und Freunde auswirken?

Das ist natürlich nur ein kleiner Anfang, jedoch ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Willst Du Deinen Job nicht aufgeben, gibt es die Möglichkeit, die innere Einstellung zu switchen. Doch das ist im Alleingang sehr schwer. Dazu müsstest Du Dir eingestehen, dass Du Dich selbst überforderst, Dir selbst zu hohe Anforderungen stellst.

Schraube also nach und nach Deine Anforderungen an Dich selbst runter. Setze Deine eigenen Tagesziele im Job etwas tiefer an. Erfreue Dich, wenn Du sie dann ohne Stress erreicht hast. Führe ein “Dankbarkeitsbuch”. Eine Art Tagebuch – trage am Anfang jeden Tag 3 Dinge ein, wofür Du dankbar bist und 3 Dinge worauf Du besonders stolz bist. Dies wird Dir helfen, Dich auf die positiven Erlebnisse des Tages zu besinnen, anstatt den nicht erfüllten Anforderungen die Aufmerksamkeit zu geben. Dieses solltest Du mindestens 30 Tage lang tun, damit Dir das zur Gewohnheit wird.

Siehe ebenfalls zu, dass Du nicht immer “JA” sagst, wenn Du zusätzliche Arbeit aufgebrummt bekommst. Sag auch einfach mal “NEIN” und sei ehrlich dabei. Wenn Du diese zusätzliche Arbeit nicht erledigen kannst, dann solltest Du es ruhig sagen, anstatt Dich unter Druck zu setzen und unter Stress zu arbeiten.

Verwirf die Einstellung, dass Du deswegen gefeuert wirst. So schnell wird ein guter Mitarbeiter nicht gefeuert. Solange Du Deine Grenze nicht selber steckst und Dir eingestehst, dass auch bei Dir irgendwann einmal Schluss ist, solange wirst Du Dich auch nicht besser fühlen.

Alleine nur das “NEIN” üben, lässt Dein Selbstwertgefühl wieder wachsen.

Meine ganz persönliche Ansicht möchte ich Dir nicht vorenthalten.

Kein Job ist es wert, dass ich mich  dafür “kaputt” mache und meine Familie opfere.

 

Willst Du etwas verändern?

 

Die CHANGE-DAYS bieten Dir eine Möglichkeit, wie Du mit den richtigen Werkzeugen Dir selbst helfen kannst.